wildezeiten

Über die neue Umverteilung

Archiv für das Schlagwort “Euro”

Griechenland – Weimar 2.0?


Nach dem 1. Weltkrieg wurde Deutschland von den Siegermächten zu „Reparationszahlungen“ verdonnert. Das Land brach unter dem Schuldenberg zusammen.Das Ergebnis war:
-Hunger und Elend
-Hitler, der Massenmörder, der allen Brot und Arbeit versprach.-

-Massenmord und Krieg gegen den Rest der Welt.

Nach dem 2. Weltkrieg, mit großem Pathos, damit obiges nie wieder geschehe, wurden die EU und der Euro erschaffen. Die Bilder der Adenauers, Kohls, Mitterands und wie auch immmer sie noch heißen sind bereits in Geschichtsbüchern. Nie wieder Weimar, nie wieder Krieg.

Wenn man die hungernden Deutschen nach ersten Weltkrieg um „Stellung zum Thema Reparationszahlungen“ bitten würde, was würden sie wohl sagen? Vielleicht würde die begriffstsutzigen unter uns eine Ahnung davon bekommen, wenn sie sich in Griechenland, Portugal oder Spanien umhören würden. Der Generalstreik in Spanien und Portugal ist wohl ein dezenter Hinweis. Hier ein Bericht von Uhupardo:

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Erst Afrika, nun auch Europa – der IWF ist bereit


Wie in meinem Artikel „Wenn die Finanzmafia vor unserer Tür steht“ hatte ich bereits dargelegt, dass die Hilfe des IWF eine „Wohltat“ darstellt, auf die man besser verzichten sollte. Insider John Perkins, der sich selbst als ehemaliges Mitglied der „Finanzmafia“ erklärte in seinem Buch  „Confessions of an Economic Hitman“, was „Darlehen“ für ein bankrottes Land wirklich bedeuten. Sie bereichern eine kleine Elite und verarmen die Allgemeinheit, und die Resourcen des Opferlandes, ob sie im Boden liegen oder in Form von billigen Arbeitern, stehen zur Plünderung frei. Irland hatte zugesagt, Island hat alle zum Teufel gejagt.

Nun muss sich Spanien entscheiden, ob sie es wie die Iren tun wollen, oder wie die Isländer. IWF-Chefin Lagarde sagt, der Währungsfond sei bereit, Spanien zu helfen.Sie könne sich vorstellen, die „Strukturreform“ zu überwachen, oder „eine Rolle bei der Finanzierung zu spielen.“ Wirtschaftsblogger Mike Shedlock, dem man weiß Gott nicht als Linken bezeichnen kann, übersetzt die Äußerungen der Retterin mit „IWF bereit, Spanien zu plündern“. Die Karikatur, die seinen Artikel ziert, sagt mehr als tausend Worte. Sie zeigt ein trojanisches Pferd mit der Aufschrift „To Ireland, With Love, Yours Truly, IMF.“

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Die Darlehen kommen den Banken, vorallem den deutschen, französischen und amerikanischen zugute. Anders als die Propaganda es immer hinausposaunt, wird es keinen „Trickle-Down-Effekt geben.“ Es handelt sich um eine spektakuläre Umverteilung, nicht mehr und nicht weniger. Menschen aus den Ländern mit dem unsäglichen Akronym PIIGS werden ihre Mahlzeiten aus dem Müll ziehen, damit einige wenige ihre Boni erhalten können.

Lettland ist der lebende Beweis: Sparmaßnahmen funktionieren..


..oder sie funktionieren zumindest in den Augen derer, die nicht dort leben müssen. Nachdem der Bankenkrach 2008 Littauen ins Wanken brachte und das Land unter die Fuchtel des IWF und der EU zerrte, implementierte das Land einen der härtesten Sparkataloge.Christine Lagarde lobte die Politik als „tour de force“. Anders als in Griechenland und Spanien wurde nicht gemeckert, sondern geklotzt. Oder gehobelt – die Späne lassen grüßen.

Wie die Zeitschrift „The Economist“ bemerkt, kann das Land nun mit robusten Wachstumszahlen prahlen. Allerdings, und das muss selbst der Economist zugeben, zu erheblichen sozialen Kosten, wie etwa 20% Arbeitslosikeit oder massiver Auswanderung. Hier der Originalartikel mit interessantem Bildchen, das vorallem Leser aus dem Mittelmeerraum ärgern wird, zumindest diejenigen, die sich nicht in London, fern von den Zorn ihrer Landesgenossen, erholen können.
Wem der Klick zuviel ist, hier eine weit prägnantere und unterhaltsamere Zusammenfassung auf Youtube. „Great Latvia Success Story!“

Deutschland zahlt und zahlt…


.. und steht im Ausland immernoch als Arschloch da. Beleidigungen, Nazi-Vergleiche, Schuldzuweisungen, als wäre Deutschland, mit seinen Tugenden an dem globalen Finanzkollaps schuld. „Frau Merkel, können wir jetzt endlich die Motoren starten“ fragt The Economist in seinem provokativen Titelblatt. Warum zieht Deutschland immer die Arschkarte?

Wer jetzt erwartet, dass der Rest des Artikels im Calimero-Stil über diese ungerechte Behandlung jammert, sei gewarnt: Das werden Sie hier nicht finden. Auch nicht die vermeintlich entgegengesetzte Meinung werden sie  finden. Dass der deutsche Steuerzahler auf ewig eine Lawine aufhalten muss, die nicht aufzuhalten ist. Es ist nur vermeintlich die entgegengesetzte Meinung, als Ablenkung von der Realität. Ob die Menschen in Deutschland oder in Griechenland je über ihre Verhältnisse gelebt haben, ist verglichen mit dem Maße, in dem sich die Banken verzockt haben, nun irrelevant. Das hier ist eine Bankenkrise.

Also, nochmal die Frage: Warum stehen wir immer als Arschloch da? Muss es uns überhaupt kümmern? Wer einen Hinweis auf die erste Frage sucht, muss nur einen Blick auf den offenen Brief der BILD and die „lieben Griechen“ wagen. Wer sich fragt, warum Nazivergleiche sich im Ausland immernoch großer Beliebtheit erfreuen, braucht eigentlich nur den letzten Abschnitt dieses Ergusses zu lesen:

Der Deal war: Ihr bringt endlich Euer Land auf Vordermann und wir helfen Euch über die Durststrecke. Wenn IHR das nicht mehr wollt, wollen WIR auch nicht mehr. Ihr habt es in der Hand.

Bei  Schlagworten wie “Vordermann” und “Durststrecke” bin ich versucht, die Hacken zusammenzuschlagen „Jawoll, mein FF…“

Wenn ich daran denke, dass in Griechenland einige Menschen tatsächlich hungern, wird mir allerdings übel. Etwas dezenter ging es am 5. März 2010 beim Stern zu.

Hier einige Auszüge, verziert mit Kommentaren von Don Furioso:

Offenbar versteht Ihr doch was von Buchführung, denn um die Stabilitätskriterien für den Euro zu erfüllen, habt Ihr Eure Bücher so systematisch und geschickt gefälscht, dass die Brüsseler nichts gemerkt haben. In Wahrheit habt Ihr den Euro nie verdient. Trotz Eurer erschwindelten Daten ist es Euch seit der Einführung des Euro noch nie gelungen, die Stabilitätskriterien zu erfüllen. Um Eure Wirtschaft größer erscheinen zu lassen, habt Ihr Euch 2006 einen hübschen Taschenspielertrick einfallen lassen und kurzerhand die Erlöse aus Geldwäsche, Rauschgifthandel und Schmuggel in die jährliche Wirtschaftsleistung Eurer stolzen Nation eingerechnet.

Nein die Taschenspielertricks kamen aus der Trickkiste von Goldman Sachs. Berlin und Brüssel haben dabei weggesehen.

Ein Körnchen Wahrheit steckt hinter dem folgenden Abschnitt, wenn auch mit dezent braunen Untertönen:

Macht Euch keine Illusionen. Wenn Angela Merkel verspricht, „Griechenland wird nicht allein gelassen“, dann geht es unserer Kanzlerin und uns Deutschen nicht mehr um Euch Griechen. Unsere Sorge gilt allein unserer eigenen Zukunft.

Es geht wohl eher um die Sorgen der Banken. Der Zynismus ist natürlich umwerfend. Ich kann nur hoffen, dass wir nie mehr wieder auf den Marshallplan angewiesen sind. Wow,ob der Autor insgeheim Deutschland hasst?

Das Unglück ist nur: Wir sind an Euch gekettet. Wenn Ihr untergeht, zieht Ihr uns mit unter Wasser. Zum Beispiel durch die 300 Milliarden Schulden, die Ihr mit den Jahren aufgetürmt habt. Rund 30 Milliarden davon gehören den Sparern bei deutschen Banken, in Form von Staatsanleihen.

Ach, hätte der gute Mann es doch nur anders ausgedrückt, etwa so-

Wir sind in unserem Schicksal alle miteinander verbunden. Geht Ihr pleite, verlieren deutsche Sparer ihre Pension. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir alle teilen müssen, um die Kuh gemeinsam vom Eis zu holen.

Der interessanteste Abschnitt:

Und, liebe Bürger Griechenlands, redet Euch nicht damit heraus, Eure Politiker seien allein schuld an der Katastrophe.

Amen, das gilt auch für uns in Deutschland!

Ihr habt doch die Demokratie erfunden und solltet wissen, dass Ihr, das Volk, regiert und damit verantwortlich seid.

Oh Gott, das ist so doof, ich muss mich mal gerade fremdschämen! Bildung auf Googleniveau. Ich weiß nicht, wie das Wörtchen „Sollte“ auf Griechisch klingt. Ich weiß, auf deutsch soll es als dezenter Hinweis auf Besserwissertum rüberkommen. Aus eigener Erfahrung im englischen Sprachraum weiß ich, dass es erschreckend grob und autoritär rüberkommt. Erneut muss ich die Hacken zusammenschlagen.

Niemand zwingt Euch, Steuern zu hinterziehen, Schmiergelder anzunehmen, gegen jede vernünftige Politik zu streiken und korrupte Politiker zu wählen. Politiker sind Populisten. Die machen genau, was Ihr wollt.

Wo doch jeder weiß, wie ehrlich wir sind! Niemand hat den deutschen Sparer gezwungen, Anleihen zu kaufen, die er nicht versteht. Das gilt übrigens auch für „Garantiezertifikate“ oder „Bonuszertifikate“.

Sicher werdet Ihr jetzt einwenden: Ihr Deutschen, Ihr seid doch auch nicht viel besser.

Jetzt kommt der einzige Abschnitt, der einen Hauch von Intelligenz vermuten lässt:

Stimmt. Ein Rentensystem, dem kaum einer noch traut, Beamtenpensionen, von denen niemand weiß, wie sie in der Zukunft bezahlt werden sollen, ein Steuersystem, das so aussieht, als hätten erfahrene Hinterzieher es sich ausgedacht, und vor allem ein Schuldenberg, der irgendwann ins Rutschen gerät und alles unter sich begräbt – genau diese Probleme haben wir auch. Und Ihr seid uns auf diesem Pfad der Untugend nicht so weit voraus, wie viele glauben. Amen!

 Wer immernoch neugierig ist, wie soviel Deutschtümelei, verkrüppelte Empathie und Besserwissertum bei einem nichtdeutschen und nichtgriechischen Normalbürger ankommt, dem empfehle ich diesen Artikel aus einem britischen Blog „Another Angry Voice“:

Die Frage, ob uns das kümmern muss, sollte jeder für sich beantworten.Ich weiß nur eines: Wenn die Widerrede und Empörung zu solchen Artikeln von deutscher Seite zu mager ausfällt, werden uns in Zukunft nicht nur Griechen und Spanier Käse in die Ohren stopfen. Wer sich, nachdem die Banken, mit oder ohne Griechen, zusammengebrochen sind, immernoch Urlaub leisten kann, wird es dann an der Nordsee tun müssen. Oder in einer Gated Community.
Mich beschäftigt diese Frage gerade seit Ausbruch der Krise. Eine Teilantwort habe ich in meinem Artikel zu unserer unvollständigen Vergangenheitsbewältigung versucht. Ich meine, dass uns die Geschichte unserer unehrlichen Entnazifizierung gerade jetzt in den Hintern beißt.


Euro: Wer soll eigentlich gerettet werden?


Jetzt, da die Idee von Kapitalkontrollen und Grenzkontrollen als Maßnahmen für den hypothetischen (ha ha) Fall eines Zusammenbruchs des Euro nur mal so, zur Eingewöhnung der Bevölkerung (ich liebe dieses Wort, Bevölkerung, erinnert mich irgenwie an Rindviech) in die Öffentlichkeit gelassen wurden, sollte sich nun jedes Rind im Lande fragen, wer hier eigentlich gerettet werden soll. War der Sinn der Euroraumes, der EU, des Schengenabkommens nicht der freie Verkehr von Vieh, Mensch, Waren, Geld und last, but not least, Ideen? Wenn diese Dinge nun zur Rettung des Euro zur Diskussion stehen, gibt es da nicht einen gedanklichen Kurzschluss? Oder war das von Anfang an wieder ein Europa der Eliten, wie schon zur Zeit der Könige und Kaiser?
Hier ein Kommentar von Pater Tenebrarum.


Vielleicht ist es an der Zeit, dass  Ottonormalverbraucher harte Fragen stellt. In welcher Welt leben wir eigentlich?Die Antwort ist vielleicht zum Kotzen.

Katerstimmung nach der Euro-Party


Europa erinnert zur Zeit an einen losen Verbund and Party-Freunden, also Freunde, die zusammenhalten, wenn es ums Feiern geht. Mein Haus ist dein Haus, mein Kühlschrank ist jederzeit offen. Wenn’s aber ums Bezahlen von Stromrechnung und Renovierung geht, bleibt die Haustür verschlossen.

Jetzt, da der Euroaustritt Griechenlands vermutlich unmittelbar bevorsteht, ist es vorbei mit der Partystimmung. Nach einer Meldung von Reuters stehen nun unter berüchtigten Experten Kapital- und Grenzkontrollen zur Diskussion. Hier ist alles, was man wissen muss:

As well as limiting cash withdrawals and imposing capital controls, they have discussed the possibility of suspending the Schengen agreement, which allows for visa-free travel among 26 countries, including most of the European Union.

Und für diejenigen, die jetzt ganz beunruhigt nach ihrer alten D-Mark  unter der Matraze blicken, zur Beruhigung: Dies sind keine echten Pläne, nur hypothetische Diskussionen unter Finanzexperten. Weiter heißt es:

These are not political discussions, these are discussions among finance experts who need to be prepared for any eventuality,‚ the second source said. ‚It is sensible planning, that is all, planning for the worst-case scenario.‘

Offiziell weiß niemand etwas davon:

‚The Bank of Greece is not aware of any such plans,‘ a central bank spokesman in Athens told Reuters when asked about the sources‘ comments.

Ist irgendjemand noch überrascht? Oder, wie es im Französischen heißt: De qui se moque-t‘ on?

Irland verlangt gleiche Bedingungen wie Spanien


Nachdem Spanien „zugesichert“ wurde, dass der „Rettungsplan“ keine (zusätzlichen) sozialen Härten vorsieht, sondern „nur“ das Durchfüttern der Banken (indirekt der deutschen Banken, wohlbemerkt!),  fragen sich die Iren, ob sie sich nicht hereingelegt fühlen sollten. Offenbar will Irland die Bedingungen für sich neu verhandeln.
Hier der Artikel bei Zerohedge:

Anmerkung: Zerohedge schreibt von „Moral Hazard“, aber die Moral war bereits bei Geburt des Euro ein Witz. Erinnern wir uns: Deutschland und Frankreich waren die ersten Defizitsünder.

Lagarde: Kinder in Niger sind mir näher am Herzen als steuerschwänzende Griechen


Der Titel sagt schon alles: IWF-Chefin Lagarde spielt die einen gegen die anderen aus, bei einem steuerfreien Gehalt, der jeden Normalbürger Tränen in die Augen treibt. Gefragt, ob sie beim Studieren der Bilanzen sich dessen bewusst sei, dass Frauen keinen Zugang zu Geburtshelferinnen haben, Patienten keine lebenswichtigen Medikamente, ob sie all dies aus ihrem Bewusstsein dränge, antwortet sie:

„Nein, ich denke eher an kleine Kinder in einer Schule in Niger, die zwei Stunden Unterricht pro Tag erhalten, einen Stuhl für drei teilen, und immer eifrig lernen. Ich habe sie ständig in meinem Bewusstsein. Weil ich denke, dass sie mehr Hilfe brauchen als Menschen in Athen….Wissen Sie was? Was Athen betrifft, denke ich auch an diejenigen, die ständig versuchen,Steuern zu hinterziehen. All diese Leute in Griechenland, die versuchen, Steuern zu entrinnen.“

Wer schon immer mal wissen wollte, wie die Nachfolgerin von Strauss-Kahn tickt, möge sich das Interview bei The Guardian zu Gemüte führen.

Wo die Reise hingeht ist offensichtlich: Der IWF wird nicht eher ruhen, bis Griechenland Niger ähnelt. Wer denkt, Lagarde oder ihre Nachfolger machen bei Deutschland halt, irrt.

Punk Economics III


In Teil 3 seiner Reihe „Punk Economics“ diskutiert irischer Ökonom David McWilliams die möglichen Konsequenzen der von den Zentralbanken koordinierten Geldschwemme. Nach seiner Schätzung kostet die Rettung der Banken mehr, als es kostete, den 2. Weltkrieg zu führen, den 1. Golfkrieg, einen Mann auf den Mond zu setzen, nach dem Tsunami in Japan aufzuräumen und das Gesamtbudget der afrikanischen Entwicklungshilfe der letzten 30 Jahre zusammen. Bisher. Tendenz steigend. Das ist  viel Geld, das den Banken zur Verfügung gestellt wurde.

Bargeld auf der Suche nach einem neuen Heim. Die Theorie, so wie sie uns verkauft wird, besagt, dass dieses Geld letzten Endes uns Normalbürger erreichen wird. Das wird es auch. Die Frage ist, in welcher Form. Wird es uns in Form von Inflation heimsuchen?  Inflation, die die Zentralbanken in einem hektischen Versuch,das Zinslenkrad umzuschwenken, mit extrem hohen Zinsen bekämpfen werden?

Interessante These, hier bei Youtube unterhaltsam veranschaulicht:

Unterschiedliche Perspektiven


Thema meines letzten Artikels war ein Interview des Finanzministers Schäuble bei CBS. Nachdem ich mich über den herablassenden Ton des Ministers vor amerikanischem Publikum ausgelassen habe, ein Tonfall, der Christoph Waltz in „Inglorious Basterds“ in den Schatten stellt, möchte ich nun kommentarlos auf die gesamte Reportage zum Thema Eurokrise verlinken.

Hier also eine amerikanische Sicht zur Eurokrise: „An Imperfect Union“
Außerdem eine  Reportage des griechischen Ökonoms Yanis Varoufakis, einer der von CBS befragten Experten. Nach Varouflakis‘ These wurden Schuldner und Spekulanten („Grasshüpfer“) zulasten von Sparern („Ameisen“) gefördert. Allerdings wehrt er sich vehement gegen diese Aufteilung auf nationaler Ebene. Es gibt nicht „den Deutschen“ oder „den Griechen“. Um dies zu illustrieren, nimmt er seine Kamera erst nach Athen, dann nach Frankfurt:

Und hier der Link zum Varoufakis Blog, mit Kommentar zum „60 Minutes“- Interview:

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