wildezeiten

Über die neue Umverteilung

Lehman Reloaded – warum sich nichts ändern wird


Es wird sich nichts an der Weltwirtschaftskrise ändern, solange niemand zur Rechenschaft gezogen wird, der es verdient. Beim „60 Minutes“ Beitrag des amerikanischen Senders CBS am letzten Sonntag wurde der Zusammenbruch von Lehman Brothers wieder aufgerollt. Sie erinnern sich noch, die unsägliche Bank, nach deren Zusammenbruch endlich zutage kam, dass Wall Street und ihre willigen kleinen Ableger in Europa  Schauplatz für Betrug und Umverteilung  ist. Umverteilung von unten nach oben, was sonst! Whistleblower innerhalb der Bank wurden gefeuert, Berichte über mutmaßlich betrügerische Bilanzierungspraktiken ignoriert. Hier äußerst sehenswerte 13 Minuten bei CBS:

Link

Man beachte, dass es vorallem junge Menschen sind, die sich bitter über das globale Hütchenspiel der Finanzwelt beklagen, allen voran die Occupy-Bewegung. Rechtsextreme französische Präsidentschaftskandidatin Marine LePen hat dies in ihrer Wahlkampfstrategie klar umgesetzt, indem sie einige Banken sogar wiederholt beim Namen nannte. Ist es wirklich verwunderlich, dass sie gerade bei den 18 bis 24-jährigen den Zuspruch genießt? Ist es wirklich verwunderlich, dass Vampir-Thriller und The Hunger Games so populär sind?

Jeder Erwachsene, der in den letzte Jahren durch Nichtstun und Wegsehen geglänzt hat, hat zu der heutigen  Situation mit beigetragen. Wer nicht will, dass sich die 20ger und 30ger Jahre des letzten Jahrhunderts wiederholen, muss damit anfangen, Dinge klar beim Namen zu nennen. Wenn sich etablierte Parteien weigern, Betrug beim Namen zu nennen, überlassen sie das Feld den Radikalen.

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11 Gedanken zu „Lehman Reloaded – warum sich nichts ändern wird

  1. Na, dann nennen wir sie doch mal beim Namen:

    • mottnick sagte am :

      @Don Furioso:
      Deine Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen.
      Ich kenne die Liste jetzt nicht, aber wenn Namen genannt werden, dann ja nicht, um zur Hexenjagd auf die Einzelperson/-gesellschaft zu blasen, sondern um zu verdeutlichen, wo die wahrhaft Verantwortlichen sitzen, welchen Gesellschaften sie angehören und in welcher Funktion sie ihr Unwesen treiben können und wer sie dahin gebracht hat/protegiert.

      Zum systemischen Verständnis des Unheils, das gerade über uns herein bricht, halte ich das für unerlässlich.
      Außerdem wird ja niemandem etwas Unzulässiges/Unrechtmässiges unterstellt, nur weil man Namen nennt, die in zweifelsfreiem Zusammenhang mit sehr schlechten Entscheidungen stehen.

      Wenn man das konsequent fortführt, dürfen auch solche Sätze nicht in Deinem Blog stehen:
      „Für den geneigten Leser noch eine weitere Bettlektüre: Ein Versuch über die Rolle Von Goldman Sachs und der Deutschen Bank bei der Subprime Krise, herunterzuladen bei der FT als PDF“…

      Du kannst selbstverständlich frei entscheiden, was in Deinem Blog gepostet werden darf und was nicht, aber meiner Meinung nach spielt man so genau den Leuten in die Hände, die hierdurch „geschützt“ werden sollen bzw. die es bereits geschafft haben, eine von Vorsicht, Zweifel bis Angst geleiteten Selbstzensur einzuführen und sich so vor weiter führender Kritik so zu bewahren.

      Wenn das Schule macht, kann man sich jeden Versuch der Aufklärung, Warnung wse. sparen, dann sollen „die da oben“ einfach ihr Ding weiter durch ziehen und alle anderen stellen ihr Gehirn auf „off“…

      In Deutschland hat es sich zu einer besonders hässlichen Unsitte dahingehend entwickelt, sich gnadenlos selbst zu zensieren, servil bis devot um jeden Preis (meist der Wahrheit) ein Anecken zu vermeiden und kleinmütig in den Chor der Beschwichtiger einzustimmen – „Is ja alles nicht so schlimm…“, ganz so, wie wir es vor knapp 80 Jahren schon mal hatten.

      „Die wichtigste Lehre der Geschichte ist die,
      dass die Menschen nicht sehr viel aus der Geschichte lernen.“
      (Aldous Leonard Huxley)

      • @mottnick:
        Ich kann Deinen Unmut verstehen. Da es sich jedoch um MEIN Blog handelt, fuer das ich verantwortlich bin, will ich, was Namenslisten betrifft, nur solche zulassen, die ich a) vollstaendig nachvollziehen und b) vertreten kann, Betonung auf VOLLSTAENDIG. „Vetreten“ meine ich sowohl rechtlich als auch inhaltlich, moralisch. Es steht Solveigh jederzeit frei, einen EIGENEN Artikel auf ihrer Seite zu verfassen. Das, und nur das bedeutet fuer mich Position beziehen. Und wenn ich einen Link zu einem PDF Artikel bereitstelle – hier handelt es sich um die Zusammenfassung einer Untersuchung des amerikanischen Senats – dann ist es eine Einladung, sich selbst zu Informieren. Nameslisten leisten das meiner Meinung nach nicht. Davon abgesehen hat mich an der Namensliste gestoert, dass es sich mehrheitlich um auslaendische „Boesewichte“ handelte. Auch das ist mir zu einfach, und wenig hilfreich. Und da beziehe ich Position: Bei allem Elend dieser Welt, tendiere ich mehr und mehr dazu, und das ist eine ganz persoenliche Entwicklung von mir, nach dem Uebel im eigenen Hinterhof anzufangen. Also, weniger auf dem boesen CEO einer auslaendischen Corporation rehumhacken, mehr auf den lokalen Politiker, mehr auf die heimischen Kaeufer, mehr auf MIR selbst. Sklavenarbeit z.B. waere nicht moeglich ohne uns. Der ESM waere nicht moeglich, wenn wir nicht von Anfang an solche Politiker grossziehen wuerden, die uns nur nach dem Mund reden und selbst nicht bis drei zaehlen koennen. Trotz Proteste gegen den Irak-Krieg habe ich damals keine nennenswerte Steigerung bei den Verkaeufen von Netzkarten der Deutschen Bahn verzeichnet, beispielsweise. Das Auto ist immernoch unser liebstes Kind. Also, wer ist hier der „Boesewicht“? Wer ist hier der Heuchler?
        Nun lass mich mein Kommentar ebenfalls mit einem Zitat beenden:

        “Be the change that you wish to see in the world.”
        ― Mahatma Gandhi

      • Diese Liste ist auf meinem google + Profil und von da aus bei Twitter und facebook veröffentlicht. Das zum ersten.

        Ich wollte Dir auf Deinen Kommentar und das „zensieren“ des Links nicht eingehen, denn das ist nicht mein Stil.
        Du hast vollkommen recht, es ist Dein Blog und hier bestimmst Du, was veröffentlicht wird und was nicht.
        Das musst Du mit Dir ausmachen. Damit habe ich nur mittelbar etwas zu tun.

        Dieser Kommentar hier veranlasst mich jedoch, mich noch einmal zu Wort zu melden.

        Genau Deine Argumentation hier macht es den „Fortune 500“ – um die handelte es sich bei der Liste, samt ihren Wohltaten für die Menschheit – so einfach, uns alle zu beherrschen!
        Während diese verbrecherische, menschenverachtende Bande global handelt, uns am Nasenring durch die Arena ihrer Agenden zieht, uns Schuld einredt, die wir nicht haben, gehen wir vor lauter Schuld in Sack und Asche und wollen an uns selbst handeln! „Unsere Schuld abtragen!“

        So werden diese Unternehmen noch mächtiger, so wird unsere Erde weiter unterjocht und wir schämen uns mit dem Auto zu fahren, dass diese Unternehmen unter Bedingungen der Arbeiter hergestellt haben, die jeder Beschreibung spotten, uns „überredet“ haben, sie zu kaufen, die ganze Infrastruktur so umgestaltet haben, dass Du ohne Auto erschossen bist, die Preise für öffentliche Verkehrsmittel so teuer gemacht haben, dass sich ein „normaler“ Mensch die kaum leisten kann – und ich soll mich dafür schämen? Das ist Verdrehung der Wharheit und das ist ihre tägliches Brot der Propaganda!

        Nein, nicht ICH muss mich ändern und nicht ICH muss mich schämen.

        Sondern WIR gemeinsam, müssen dieses System ändern, das solche Verbrechen möglich macht.

        Die Namen zu den Unternehmen waren übrigens nicht „irgend welche CEOs“, sondern die EIGENTÜMER der genannten Unternehmen, die selten genug veröffentlicht werden, denn diese Herrschaften scheuen das Licht der Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser – und das aus gutem Grund!

  2. Beim Namen nennen heißt für mich, eine Begründung liefern. Dinge beim Namen nennen heißt, Sachverhalte zu erklären, nicht bloß Pranger aufhängen und über die „die Leute da oben“ schimpfen, jegliche Verantwortung unmittebar bei sich meidend. Was kaufe ich, wen wähle ich? Ich habe den Link in Deinem Kommentar entfernt, weil ich mich nicht in der Lage sehe, den Inhalt zu überprüfen und zu verantworten. Ich würde gerne bei Deinem Blog lesen, ob und warum Du hinter dieser Liste stehst. Ansonsten, keine Namensliste auf meinem Blog.

  3. @Solveigh: Zunächst einmal möchte ich mich dafür bedanken, dass Du die Kontroverse mit mir nicht scheust und immernoch hier kommentierst- Respekt! Ich kann Deine Position verstehen. Jeder sollte das tun, was er für richtig hält. Im Laufe unserer virtuellen Diskussion im Laufe verschiedener Artikel ist mir aufgefallen, dass wir genau in einem Punkt unterschiedlicher Auffassung sind. Es geht um die Frage der kollektiven Verantwortung, um die Frage nach Opfern und Tätern, ob die Linien so klar gezeichnet sind. Ich bilde mir nicht ein, die Wahrheit gepachtet zu haben. Allerdings stellle ich mir, und Lesern meines
    Blogs, immerwieder die gleichen Fragen:
    Ist es nicht zu bequem, sich über die Käuflichkeit von Politkern zu beklagen?
    Sind wir nicht selnst käuflich?
    Werden wir etwas ändern, wenn wir uns über die „die da oben“ beklagen? Drängen wir uns nicht selbst, freiwillig in die Opferrolle?
    Genau diese letzte Frage ist für mich zentral, genau diese möchte ich weiter erkunden, und, wie gesagt, ich habe keine definitive Antwort.

    • Auch ich habe keine definitive Antwort, die kann keiner haben.
      Ich bin jedoch schon sehr dafür, die Täter wirklich beim Namen zu nennen. Denn nur wenn ich sie kenne, kann ich sinnvoll und zielgerichtet handeln.

      Mir geht es nicht um die Käuflichkeit der Politiker. Die sind vollkommen nebensächlich, denn sie sind nur die Erfüllungsgehilfen der wirklich Mächtigen.
      Mir geht es um das System. Das muss von Grund auf geändert werden, sonst ändert sich gar nichts.

      Eben um die Kollektiv-Schuld, in die wir alle reinmanövriert werden durch dieses „Fang erst mal bei Dir selber an“ geht es mir und gegen die wehre ich mich vehement.

      Wenn ich auch sonst nicht so richtig weiß, wie ich die occupy-Bewegung einordnen soll, so finde ich einen Satz von ihnen als Handlungsanweisung wertvoll: „Lokal handeln und global denken.“

      Auch wenn Vergleiche hinken:
      Wenn ein Dieb in Dein Haus eindringt und Dich bestiehlt, wirst Du dich ja wohl auch nicht in Sack und Asche werfen und darüber resümieren, was DU falsch gemacht hast und was DU an DIR ändern musst.
      Der Dieb gehört bestraft und Du wirst zur Polizei gehen und ihn anzeigen.

      Diese Herrschaften sind keine kleinen Diebe, sie sind die schlimmsten Räuber und Massenmörder.

      „Was ist das größere Verbrechen, die Gründung einer Bank oder der Überfall auf eine Bank?“
      Unter den „Fortune 500“ befindet sich genau ein produzierendes Unternehmen – ein chinesisches Erdölunternehmen (übrigens auch EIN Grund, warum neuerdings gegen China gehetzt wird). Alles andere sind Banken und die ihnen angeschlossenen Versicherungen.

      • Ja, man sollte die benennen, die man für verantwortlich hält. Korruption ist keine Nebensächlickeit. Es ist gerade die Käuflichkeit, die die Untergrabung unserer Demokratie erst erlaubt. Die Tatsache, dass man, mit genug Geld und Druckmittel Gesetze erkaufen kann, die das System, ja die Marktbedingungen so zurechtbiegen können, dass sie nur dem Auftraggeber nutzen. Korrumpierbarkeit ist der zentrale Hebel, der alles aus der Angel wirft. Ohne sie gäbe es keine Handhabe gegen Gesetz und Gemeinwohl. Deshalb wiederhole ich die Frage: Wer lässt es denn zu, dass fast nur Politiker mit wackliger Integrität eine Chance haben?

      • Wer lässt es denn zu, dass fast nur Politiker mit wackliger Integrität eine Chance haben?

        Jedenfalls nicht das Volk.

        Die so genannten „Wahlen“ sind längst entschieden, bevor der erste Mensch auch nur daran denkt, an die „Wahlurne“ (jemand hat mal sehr treffend geschrieben, in der er seine „Stimme“ begräbt) geht.

        Die Politiker sind von Anfang an gekaufte Marionetten, die im Auftrag der Industrie und Banken handeln und die von diesen Mächten geschriebenen Gesetze durchpeitschen (im Moment sind es fast ausschließlich die Banken – der Finanzimperialismus hat die Bühne nicht das erste Mal, aber gesetzmäßig als letzte Entwicklungsstufe des Kapitalismus betreten).
        Diese durchzupeitschenden Gesetze beruhen auf und dienen ausschließlich dem kapitalistischen Wirtschaftssystem der Ausbeutung des Privat-Eigentums (an Produktionsmitteln: Grund und Boden, Immobilien, Maschinen, Bodenschätze aller Art, Menschen, Geld, etc.)
        Das ganze Geschwafel von „Demokratie“ und „Du hast ja die Wahl“ ist nichts anderes als Verdummung und Nebelkerzen für den „dummen Pleb“, damit der nicht merkt, dass er gar nichts zu sagen hat. Er ist nur Statist, Wahlvieh eben.

        Das ist auch keine neue Erkenntnis, sondern uralt, Tucholsky wusste das schon in der Zeit von 1930 bis 1933, als er das hier schrieb:

        Darum auch wird „der Pleb“ dumm gehalten, denn kluge, wissende und denkfähige Menschen stellen ganz schnell die Frage, ob dieses System denn wirklich das allein selig machende und allein mögliche sei:
        Dieses System, dass Menschen millionenfach verhungern lässt, um den Profit zu steigern, das ganze Landstriche dem Boden gleich macht und ganze Völker umbringt, um den Profit zu steigern. Die Negativ-Liste lässt sich unendlich fortsetzen und alles hat seine Ursache in diesem kapitalistischen Wirtschaftssystem, dass die Macht und den von allen Menschen geschaffenen Reichtum in immer weniger Händen konzentriert und immer mehr Menschen in Armut und Tod versinken lässt.
        Genau das erleben wir gerade: Die gesetzmäßige Systemkrise dieses Kapitalismus. Das hatten wir in den letzten einhundert Jahren bereits zwei Mal. Die Schraube ist überdreht, wegen der immer rücksichtsloseren Profitmaximierung. Resultat: Weitere Armut, weitere Konzentration der Macht und des Reichtums, Zusammenbruch des ganzen Systems.
        Der Ausweg für den Erhalt des kapitalistischen Systems ist: Krieg – je größer desto besser. Danach kann wieder aufgebaut werden und die Eigentümer der Industrien und Banken verdienen an beidem, dem Krieg und dem „Wiederaufbau“ – das System wird wieder neu gestartet – mit den selben Folgen innerhalb kurzer Zeit.
        Der andere ist: Vollständige Abschaffung dieses kapitalistischen Systems und Errichtung eines völlig neuen Systems der Wirtschaft und Gesellschaft, die eine solche Konzentration der Macht und des Reichtums einfach nicht zulässt.

        Ich kenne da nur einen Weg hin: Abschaffen des Privat-Eigentums an siehe oben und Diskussion und Lösung der jeweils anstehenden Aufgaben von unten, nach oben wird nur durchgereicht, was für alle gemeinsam entschieden werden muss, die Menschen, die dann entscheiden kommen natürlich auch von unten – die Spezialisten auf dem jeweils zu diskutierenden und entscheidenden Gebiet sind.
        Ich habe heute gelesen, dass auch dieses System der „Demokratie von unten“ nichts Neues ist, sondern dass so bereits der Thing funktionierte, wenn damals auch nur alle „freien Männer“ teilnehmen durften und (wichtig) mussten, jedoch zeigt es, dass dieses System von unten nach oben hervorragend funktioniert.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Thing

  4. Dein Kommentar ist aus irgendwelchen Gründen am rechten Rand abgeschnitten, vermutlich ein Copy-Paste Unfall? Doch, ich denke, es ist letztendlich das bequeme Volk, und dazu zähle ich mich selbst, denn ich will hier niemanden belehren oder verunglimpfen. Es ist das Volk, das sich manipulieren lässt, dass sich auf Worthülsen der Bildzeitung oder von Twitter manipulieren lässt. Wenn wir mehr Integrität und Mitverantwortung zeigen würden, hätten Manipulateure nicht so eine leichte Handhabe. Und Abschaffung des Privateigentums nach sowjetische Modell führt nur zur gleichen Konzentration von Macht. Ich lehne Abschaffung von Privateigentum ab. Es ist die zu hohe Konzentration, die zu Verwerfungen führt. Allerdings inspiriert mich diese Diskussion dazu, mal wieder über Schwarmintelligenz nachzudenken.

    • Keine Ahnung, warum das rechts abgeschnitten ist….
      Ich mache grundsätzlich kein Copy-Paste. Ich schreibe direkt. Ist mir sonst zu aufwendig und außerdem schleppe ich die Formatierungen mit…

      Warum Du was gegen die Abschaffung des Privat-Eigentums hast (das ja die Ursache für die Ausbeutung und die Probleme ist, die wir heute sehen), verstehe ich nicht.
      Das heißt doch nur, dass alles, was zum Wirtschaften gebraucht wird, nicht vererbt und verkauft werden kann, um damit unsinnige Geschäfte zu machen, sondern lediglich für die Zeit des Bestehens des Unternehmens – oder was immer – in Besitz genommen wird und anschließend an die Kommune (oder welche Einheit immer) zurück gegeben wird, und dann entscheiden alle, was damit geschieht. Ebenso entscheiden alle, was mit diesem Besitz geschieht, wenn da jemand versucht, nicht zum Wohle der Menschen zu wirtschaften. Da es Eigentum (an Produktionsmitteln) nicht mehr gibt, fällt die Korruption automatisch weg und die Ausbeutung auch.
      Das hat also nichts mit der zentralistischen Wirtschaft der Sowjetunion und des sozialistischen Lagers zu tun.
      Darum ja auch das Bestimmen von unten nach oben so immens wichtig.
      Ein Betrieb in der Stadt wird doch besser wissen, was die Leute brauchen, als irgend eine „Regierung“ in irgend einer weit entfernten Haupt-Stadt.
      Und wie gesagt, die überregionalen Aufgaben werden auch überregional gelöst, wobei sich alle lokalen Kräfte an den Aufgaben beteiligen.

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