wildezeiten

Über die neue Umverteilung

Hat uns Standard & Poor’s einen Dienst erwiesen?


Historische Vergleiche
Die finanzielle und politische Situation in Europa und den USA wird gern mit dem Börsencrash von 1929 und seinen Folge verglichen. In der Tat haben wir alle Zutaten – Massenarbeitslosigkeit (USA, Griechenland..), Demokratieabbau, Nationalismus um nur einige Horrornachrichten zu nennen. Und es sind Horrornachrichten, auf die ich in weiteren Artikeln gezielter eingehen will. Was unsere Situation von der 1929 unterscheidet, ist zweierlei:

Nirgendwo zu verstecken
Dank des „Financial Engineerings“ wurden Finanzinstrumente geschaffen, die alle Volkswirtschaften, Banken und Versicherungen eng miteinander verwoben haben. Jedes Land ist betroffen.

Gezielte Manipulation
Die Zentralbanken und Regierungen versuchen gemeinsam, den endgültgen Zusammenbruch des Kartenhauses zu verzögern. Wie? Durch graduelle Enteignung mittels Inflation, künstlich niedrige Zinsen, fehlende Investitionen in die Zukunft (Bildung, Forschung, Infrastruktur), Abbau von Sozialleistungen und Steuererhöhungen (Reiche werden allerdings verschont).

Wo verschwindet das Geld?
Milliarden werden nach Griechenland umgeleitet, doch der giechischen Normalbürger findet nicht mal mehr Aspirin. Für wen also ist das Geld? Um es simpel und krass zu formulieren: Das Geld ist zu 81% für die Gläubiger und die EZB. Lassen Sie es sich auf der Zunge zergehen: Den Steuerzahlern wird Geld abgetrotzt, um Banken und Hedgefonds zu stützen. Derweil sind Familien gezwungen, ihre Kinder
aufzugeben, weil sie keine 2 Euro für Brot haben.  Es fehlt an Medikamenten – nicht mal Aspirin ist aufzutreiben.

Vielleicht eine gute Nachricht
Es ist schockierend, dass die Ratingagenturen, die für die weltweite Schuldenkrise mitverantwortlich sind, offenbar ihr berufliches Gewissen entdecken und Frankreich, Spanien, Irland und den EFSF herabstufen. So ärgerlich es auch sein mag – ironischerweise könnten  gerade das dabei helfen, den Irrsinn zu beenden. Ihre seriellen Herabstufungen besagen nichts anderes als das offensichtliche: Dass der Kaiser keine Kleider hat. Der EFSF muss gestoppt werden, weil er nichts anderes bewirkt als Verarmung. Knappes Kapital wird an Banken vergeudet, das dann anderswo in der realen Wirtschaft ( Sie erinnern sich vielleicht: dort wo reale Dinge produziert werden) fehlt.

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