wildezeiten

Über die neue Umverteilung

Die Finanzwelt stellt sich auf soziale Unruhen als Folge von Sparmaßnahmen ein


Was für eine Erkenntnis! Analysten im Auftrag von JP Morgan haben mit aufwendiger Datenanalyse statistisch nachgewiesen, was gesunder Menschenverstand bereits erfasst: Dass Kürzungen von Sozialleistungen (Anmerkung: insbesonder in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit) zu sozialem Chaos führt. Mehr dazu hier in diesem Artikel von Zero Hedge..

Bemerkenswert in diesem Artikel ist, dass Proteste gegen die „notwendigen“ Sparmaßnahmen durch Stimmzettel angeblich nicht zu befürchten sind. Regierungen, die ihr eigenes Volk kaputtsparen, werden also nicht abgewählt. Sparkönige können also getrost weitermachen.
Weit mehr Sorge bereitet den Analysten die Aussicht auf Streiks, Krawalle oder steigende Kriminalität. Weiter in dem Artikel heißt es, dass die Verbreitung von Chaos noch mehr Staatsverschuldung zur Folge hat, Staatsverschuldung die angeblich allein schuld an dieser Misere ist.

Bretzellogik. Staaten wurden gezwungen, sich zu verschulden, um Banken, die Kasino gespielt haben, zu stützen. Nun wird den Bürgern Solidarität mit den Banken aufgezwungen, damit das System ungehemmt weiterlaufen kann, bis nichts mehr zu holen ist. Damit sie sich auch weiter brav ausnehmen lassen wie Weihnachtsgänse, muss wohl der Repressionsapparat aufgestock werden.
Mein Vorschlag: Fassen wir doch alle Sparmaßnahmen, Enteignungen durch Inflation und Steuererhöhungen unter den Begriff „Solidaritätszuschlag zugunsten der Banken“  zusammen.Faszinierend, würde Mr. Spock sagen.

Europäische Solidarität hat ihre Grenzen
Wie der Artikel richtig kommentiert, wird der drastische Einschnitt des Lebensstandards durch gegenseitige Anfeindungen kompensiert. Hier eine illustrierte Auswahl der Beschimpfungen, zusammengestellt von Bloomberg. Alles Zirkus fürs Volk – im Westen nichts neues.

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2 Gedanken zu „Die Finanzwelt stellt sich auf soziale Unruhen als Folge von Sparmaßnahmen ein

  1. Wir hier in Spanien werden bald beweisen, wie richtig dieser Artikel ist. Da hat man einen Mariano Rajoy gewählt, obwohl der Chef der konservativen PP reichlich soziale Einschnitte im Wahlprogramm hatte. Masochismus?

    Steuererhöhungen hatte Rajoy aber immer ausgeschlossen, Jetzt kommen sie doch – und jeder, der über etwas mehr Intelligenz als eine Ananas verfügt, hat es gewusst.

    15 Milliarden wurden bereits kassiert, jetzt sollen weitere 25 Milliarden eingesammelt werden. Das wird – die Voraussage ist nicht schwierig – mittelfristig in Spanien zu bürgerkriegsähnlcihen Zuständen führen.unter denjenigen, die Rajoy unbedingt wählen mussten. Verstehe, wer will.

  2. Wichtig ist insgesamt, Klartext zu sprechen. Das brauchen wir ganz besonders und auch wirklich dringend. Bisher galt als guter Ton, fein den Mund zu halten, denn die größten Dinger werden bekanntlich im Dunkeln gedreht. Das ist die eigentliche Garantie [für Banken] – nicht Geld, nicht einmal Zinsen!

    Gut ist der Kommentar “ […] jeder, der über etwas mehr Intelligenz als eine Ananas verfügt, hat es gewusst.“ Im Prinzip ist das Kind vielerorts in den Brunnen gefallen, weil Menschen nicht über ausreichend Intelligenz verfügen. Man lässt lieber gewähren und hofft, dass schon alles nicht so schlimm wird.

    Es sollte Schluss sein mit dem Konstatieren von Umständen. Es wird Zeit, dass man mit Minderbemittelten nicht weiter herumdiskutiert und sich in den (geistigen) Ruin treiben lässt.

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