wildezeiten

Über die neue Umverteilung

Buchtipp


Wenn die Realität Sci-Fi einholt

Wenn ein Autor in einem Roman über die Occupy-Proteste in New York schreibt, dann ist es zunächst nicht ungewöhnlich. Wenn es sich jedoch um einen Science-Fiction Roman handelt, der Ende 2010 publiziert wurde, dann wird es spannend. Der Roman „Super Sad True Love Story“ von Gary Shteyngart kommt zunächst ganz witzig und harmlos daher. Er plaudert im Stil von Tagebüchern, SMS und Facebook-Posts über die Liebesbeziehung zwischen einem 39-jährigen Intellektuellen (im NY der Zukunft gilt bereits als intellektuell, wer Bücher in die Hand nimmt und liest) und einer zwanzigjährigen.
Global Teens
Shteyngart spielt glaubhaft mit erfundenen Markennamen wie „AssLuxury“ für Mode oder „Global Teens“ für Facebook. Global Teens sind allerdings nicht die zwanzigjährigen Figuren, die man wegen ihrer unbedarften Sprache leicht unterschätzt, sondern die älteren, die sich mit aller Gewalt weigern, erwachsen zuwerden. Wider Erwarten sind es nicht die belesenen, die Hirn und Herz zeigen.  Das Ende ist recht bitter, und man drückt die Daumen, dass es nie eintritt.

Ein Buch, das ich nur empfehlen kann: Gary Shteyngart Super Sad True Love Story

Und hier ein sehr unterhaltsames Interview mit dem Autor. Mein Lieblingszitat: „Kauft keine US-Treasuries, kauft möglichst viele meiner Bücher und lagert sie in einer modrigen Lagerhalle.“

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